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Unternehmerstammtisch

Bericht aus der Nordsee-Zeitung vom 02.12.2016, Foto und Bericht: Kistner

DORFHAGEN. „Rund vier Millionen Euro mussten wir für unseren neuen Betrieb ausgeben“, erzählt Cord Hollenberg. Zusammen mit seiner Frau Gretlies bewirtschaftet er schon in dritter Generation einen 220 Hektar großen Hof in Dorfhagen.
Gewerbetreibende, Mitglieder der Unternehmensgemeinschaft Hagen im Bremischen (uhib) und Ratsmitglieder konnten sich vor kurzem die neuen Stallanlagen von Hollenberg ansehen. Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos) und uhib-Vorsitzende Petra Klipp begrüßten die Teilnehmer dort zum traditionellen Unternehmerstammtisch. Die Teilnehmer
tauschten sich vor allem über das Thema „moderne Milchviehwirtschaft“ aus.
„Wir standen vor der Entscheidung, entweder zu investieren und uns den Auflagen-Forderungen zu stellen oder uns damit abzufinden, zu einem auslaufenden Betrieb zu werden“, begründete Cord Hollenberg seine hohe Investition in die neuen Stallungen.
Von der Planung bis zur Baugenehmigung habe es drei Jahre gedauert. Danach sei die 18-monatige Bauzeit gefolgt, in der durch „massive Änderungen“ der Auflagen Mehrkosten von knapp einer Million Euro entstanden seien. „Wer sich heute für Landwirtschaft entscheidet, muss viel Geld in die Hand nehmen“, betonte Cord Hollenberg in diesem Zusammenhang. Auf seinem Hof sind hochmoderne Stallanlagen mit einem Melk-Karussell entstanden. Zwei Mal täglich werden darin Tiere gemolken. Hollenberg setzt bei der Hofarbeit außerdem auf moderne Datenverarbeitung: „Unser System hilft uns zu reagieren und zu agieren – sei es, dass eine Kuh krank oder verletzt ist oder sei es, dass sie andere Auffälligkeiten zeigt.“ Das System zeige ihnen außerdem an, wie viel Milch eine Kuh im Durchschnitt beim Melken produziert oder ob Wartungsarbeiten am Melkkarussell anstehen.
Zum Abschluss des Stammtisches forderte Bürgermeister Wittenberg alle Anwesenden noch dazu auf, beim Einkaufen stärker auf regionale Produkte zu achten. Petra Klipp, Vorsitzende der uhib, wünschte sich unterdessen, dass zukünftig mehr Mitglieder aus der Landwirtschaft in die Unternehmensgemeinschaft eintreten.

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