OHZ 04.24

Mini-Petunien für die Mama

14. Hagener Staudenmarkt lockt mit großem Pflanzenangebot und abwechslungsreichem Rahmenprogramm viele Besucher – Ein bericht von Andrea Grotheer

Hagen. Einen Trecker für den kleinen Bruder Till hatten sie bereits gekauft, jetzt war die sechsjährige Leonie an der Reihe: Auf dem Hagener Marktplatz suchte sie für ihre Mutter aus dem großen Angebot zwei bunte Minihängepetunien aus und bezahlte sie aus dem eigenen Portemonnaie. Dieter und Rena Eggers aus Scharmbeckstotel hatten sich gestern mit ihrer Enkelin auf den Weg zum Hagener Staudenmarkt gemacht. „Wir sind das erste Mal hier und wollten einfach mal gucken“, so Dieter Eggers. Nach dem Bummel über den Flohmarkt und durch verschiedene Geschäfte, die am verkaufsoffenen Sonntag Aktionen und Rabatte boten, waren sie in der Ortsmitte angekommen, um das Pflanzenangebot zu sichten.

Bereits seit einigen Jahren ist Monika Schröder aus Freißenbüttel mit Stauden aus ihrem eigenen Garten auf dem Markt dabei. „Unser Garten ist 1300 Quadratmeter groß, da holt man schon was raus“, sagt die Hobbygärtnerin. Das Gärtnern sei viel Arbeit: „Ich ziehe die Pflanzen im Gewächshaus vor, sonst wären sie ja jetzt noch nicht so weit“, sagte die Pflanzenliebhaberin. Sie selber benötige nicht alle Pflanzen, Nachbarschaft und Bekanntenkreis seien bereits gut mit Gartengrün versorgt und sie sei auch immer mal wieder auf der Suche nach etwas Neuem. Chinaschilf, Buchsbaum, Prachtspiere, Gemswurz und Storchenschnabel hatte die Freißenbüttelerin unter anderem im Angebot. Zu ihren Lieblingsstauden gehören Iris und Primeln. „Primeln eignen sich gut für die Randbepflanzung, manchmal blühen sie schon im Februar“, hatte sie gleich ein paar gärtnerische Tipps bereit.

Gerne beraten ließen sich Marion und Wilfried Farwick aus Scharmbeckstotel, die das erste Mal den Hagener Staudenmarkt besuchten. „Das ist hier fast wie im Ein-Euro- Shop“, meinte das Ehepaar schmunzelnd mit Blick auf die günstigen Verkaufspreise von Monika Schröder. Sie entschieden sich für eine Primel und eine weitere Pflanze unbekannten Namens, die auf jeden Fall kleine gelbe Blüten verspreche. „Viele sagen, sie möchten nichts Hochgezüchtetes, sondern lieber etwas aus dem Garten“, weiß Monika Schröder aus Erfahrung. Ob vom Blumenhandel oder von privat, der Verkauf lief gut, man sah viele mit Pflanzen gefüllte Körbe und Taschen. „Uns fehlt noch ein Magnolienbaum“, erzählten Peggy und Frank Kraft. Doch bevor es an den Pflanzenkauf ging, kamen die Kinder auf ihre Kosten. „Wir sind jedes Jahr hier, es ist immer interessant“, berichteten die Sandstedter, während sie mit Sohn Jeremy und Tochter Melissa die kleine Rassegeflügelschau des Hagener Geflügelzuchtvereins besuchten.

Mit dem Lanz-Bulldog-Oldtimer-Trecker konnte die Wegstrecke zwischen Ortsmitte und dem Gewerbegebiet Döhrenacker abgekürzt werden. Hier wartete neben vielen Pflanzen und dem Flohmarkt auch ein großes Angebot mit Karussell, Kinderschminken und Minibagger auf die Kleinen. Mit seinen Einsatzfahrzeugen stellte sich das Deutsche Rote Kreuz vor. „Brandmeister“
darf sich jetzt der dreijährige Luis aus Sandstedt nennen. Gemeinsam mit Vater André Behrens machte er sich an die Löscharbeiten am Aktionsstand der Hagener Feuerwehr. „Wir kommen jedes Jahr“, erzählte Mutter Nina Otten, die Tochter Rieke im Kinderwagen schob. Auf dem Rückweg wollte die Familie wie viele andere auch noch etwas für den Garten einkaufen. An handwerklicher Arbeit versuchte sich der achtjährige Jarno bei Dachdeckermeister Wolfgang Siering, der ihm zeigte, wie Schiefer bearbeitet wird. „Es ist hier sehr schön hier auf dem Markt“, lobte Janine Schippel aus Hagen das Angebot. Auch sie kommt mit ihrer Familie, zu der noch Ehemann Sven und der sechsjährige Hannes gehören, jedes Jahr zu dem von der Hagener Unternehmensgemeinschaft organisierten Staudenmarkt. In diesem Jahr erlebte die Veranstaltung – gut besucht – ihre 14. Auflage.

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