Foto Gehrke

Messe setzt neue Maßstäbe

Bericht aus der Nordsee-Zeitung vom 06.03.2017. Foto Gehrke.

Hagener Unternehmerinnen-Ausstellung ist eine Erfolgsgeschichte – Neuer Rekord mit 2000 Besuchern

HAGEN. Rita Hogrewe fühlt sich wohl an ihrem Stand. Sie ist eine Frau der ersten Stunde. Seit der Erstauflage 2009 ist sie dabei. Damals noch ein Wagnis, hat sich die Messe für Unternehmerinnen in Hagen längst etabliert.
Mehr als 60 Ausstellerinnen reihten sich am Sonntag in der Allmers-Schule auf. Einige von ihnen waren zum ersten Mal dabei – so wie Rita Hogrewes Tochter Lea Hogrewe.

Die 54-jährige Rita Hogrewe präsentierte sich mit ihrem Naturkostfachgeschäft „Lebenswerk“. Ihre Tochter, Lea Hogrewe, hatte nur eine Ecke weiter ihre Zelte aufgeschlagen. „Ich habe mich
nach dem Studium selbstständig gemacht und biete mobilen Reitunterricht an“, berichtete die 27- jährige Lea. Seit 2016 ist sie selbstständig. Mutter und Tochter – zwei Generationen, die den Mut zum Unternehmertum hatten. Das sind die Erfolgsgeschichten, die auch durch die Messe möglich wurden. Seit den Anfängen 2009 ist die Messe zu einer Größe in der Region gewachsen. Auf zwei Etagen stellten die Unternehmerinnen aus der Region zum fünften Mal ihre Geschäftsideen vor.

Die 2000 Gäste – ein neuer Besucherrekord – erlebten beim Schlendern und kurzen Gesprächen die Vielfalt an Dienstleistungen und Produkten. Ganz nach dem Motto: „Frauen setzen Maßstäbe“. Das Spektrum reicht von Coachings bis zur Buchbinderei, von der chinesischen Medizin bis zur Fotografie, von Immobilien bis zur Floristik. Gesundheit, Lifestyle, Mode und Wellness sind bedeutende
Branchen. Neben der Ausstellung gehörten Fachvorträge, die Modenschau des „Anziehungspunktes“ (gekonnt moderiert von Erika Thomsen) und Tanzvorführungen (Anya Naima Wilke) zum Programm.

Es schritten Stelzenläuferinnen des Turnvereins Spaden durch die Gänge, ein Clown erfreute die jungen Besucher, und für die Musik sorgte unter anderem die Musikschule Beverstedt- Hagen. Drei von Unternehmerinnen hergestellte Kunstobjekte, sogenannte Nanas, kamen beim stellvertretenden Bürgermeister Heinz Bühring unter den Hammer. Erlöst wurden bei der amerikanischen Versteigerung 400 Euro für den guten Zweck. Begonnen hat alles im Jahr 2009. Initiatorin war die damalige Samtgemeindebürgermeisterin Susanne Puvogel (SPD). Damals wie heute steht laut Puvogel die Idee im Mittelpunkt, den Unternehmerinnen eine Plattform zu bieten und gleichzeitig Netzwerke zu schaffen. „Die Unternehmerinnen- Messe ist ein Spiegel dessen, wie Frauen in der Region unternehmerisch tätig sind“, freute sich Staatssekretärin Daniela Behrens (SPD). „Ich bin begeistert von der Entwicklung“, lobte sie. „Die Messe war damals wie heute für die ganze Familie gedacht“, erklärt Rita Hogrewe mit Blick auf das Publikum, das an ihr vorbei strömt. Bei ihr hat sich das im doppelten Sinne bestätigt. (rk)

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