waffen-Produktion

Einblicke in die Waffel-Produktion

Artikel aus der NZ vom 29.06.2016
Foto: Kistner

Unternehmerstammtisch zu Gast beim Familienbetrieb Findeisen in Uthlede – Neue Kontakte geknüpft

UTHLEDE. Interessante Einblicke in die Herstellung von Eiswaffeln bei der Waffelfabrik Findeisen in Uthlede erhielten die Teilnehmer des vierten Unternehmerstammtisches. Zu dem hatte die Gemeinde Hagen gemeinsam mit der Unternehmensgemeinschaft
Hagen im Bremischen (Uhib) eingeladen. Ziel der Veranstaltung war auch, dass die Gewerbetreibenden sich unterhalten und sich so miteinander vernetzen.
Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos) begrüßte zu dieser Veranstaltung gemeinsam mit der Uhib-Vorsitzenden Petra Klipp 70 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Er forderte, dass die Regionalität mehr gefördert werden müsse, nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch bei nachgelagerten Betriebsformen. Die Uhib-Vorsitzende warb um weitere Mitglieder aus allen Ortschaften der Gemeinde.
Oliver Findeisen stellte zunächst die Waffelfabrik vor, die in dritter Generation als Familienunternehmen geführt wird. Sein Großvater gründete 1930 in einem Ort bei Dresden das Unternehmen. Nach dem Krieg wurde zunächst in Bremen die Produktion wieder aufgenommen, allerdings sei dieser Standort zu klein geworden, so Findeisen. 1972, nach der Schließung der Molkerei in Uthlede, habe der Familienbetrieb den Altbau erworben. Seitdem wuchs das Unternehmen an dem Standort ständig: 1988 wurde eine Produktions- und 1999 eine Lagerhalle gebaut. Aber auch diese sei schon wieder zu klein und es sei ein weiterer Hallenbau geplant, informierte Findeisen die Gäste.
In Spitzenzeiten produziert das Unternehmen eine Million Waffeln. Die Produkte werden nicht nur regional vermarktet, sondern werden nach Österreich, in die Schweiz, in die Beneluxländer sowie nach Dänemark verkauft. „96 Prozent der Eiswaffeln in Dänemark stammen aus Uthlede“, zählte Oliver Findeisen stolz auf.
Um so viele Waffeln herzustellen, werden tonnenweise Mehl und Zucker verarbeitet. Gut 30 Mitarbeiter arbeiten in drei Schichten. In verschiedenen Backstraßen entstehen die unterschiedlichen Waffelarten. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Form, sondern auch in der Rezeptur.
Die Vorproduktion für die kommende Saison fängt laut Findeisen bereits im Herbst des Vorjahres an. (rk)

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